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Funkstille nach der Unterschrift: Die gefährlichste Phase Deines Onboardings
Der Arbeitsvertrag ist unterschrieben, und Du denkst: geschafft, jetzt kann ich mich entspannt zurücklehnen. Falsch. Über dreißig Prozent der Unternehmen haben schon erlebt, dass ein Mitarbeiter genau in dieser Phase – zwischen Unterschrift und erstem Arbeitstag – wieder abspringt. Und rund 36 Prozent kennen laut Studie das No-Show-Phänomen: Der erste Tag ist da, Du wartest, es kommt niemand.
Warum passiert das? Weil in dieser gesamten Phase Funkstille herrscht. Von Dir kommt nichts mehr. Wenn dann ein anderer Arbeitgeber um die Ecke kommt, der netter ist, denkt der Kandidat: „Von dem, bei dem ich unterschrieben habe, habe ich nichts mehr gehört – dann kann ich auch beim anderen unterschreiben."
Die Lösung heißt Preboarding, und sie ist kein Hexenwerk:
- Schick eine persönliche Willkommensnachricht. „Toll, dass Du anfängst, wir freuen uns auf Dich."
- Erledige den Papierkram vorab. Steuer-ID, Bankverbindung, alles fürs Lohnkonto. Du hast einen Anlass für Kontakt – und der Neue füllt am ersten Tag keine Formulare aus.
- Bereite den Arbeitsplatz per Checkliste vor. Computer läuft, E-Mail-Adresse angelegt, Schreibtischstuhl funktioniert. Toll wäre auch, wenn überhaupt einer da ist – auch das schon erlebt.
- Denk über ein kleines Willkommenspaket nach. Tasse, T-Shirt – Du bist nicht Google, aber von den Konzernen lernen kannst Du trotzdem.
- Informiere Dein Team. Nichts ist schlimmer als große Augen am ersten Tag: „Oh, Du bist neu hier? Wussten wir gar nicht."
Preboarding heißt: Du zeigst diesem Menschen, dass Du Dich auf ihn freust – bevor er da ist.
Der Arbeitsvertrag ist keine Ziellinie. Er ist der Startschuss – und wer nach dem Startschuss stehen bleibt, verliert.
Rosenbaum