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Dein Steuerberater kümmert sich nicht um Deine Zahlen

12. November 2025 · Olaf Rosenbaum · 2 Min. Lesezeit

Viele Unternehmer glauben, das Thema Zahlen sei bei ihnen geregelt. Man hat ja „einen für die Zahlen": Belege rein, dann macht es puff, und irgendwann fliegt eine BWA ins Postfach – auf die man schaut, ohne zu wissen, was man da sieht.

Das ist ein Riesenfehler. Der Steuerberater kümmert sich nicht um Deine Zahlen – er stellt sie zusammen. Kümmern muss sich immer der Unternehmer.

Du kannst nicht davon ausgehen, dass der Berufsträger jede BWA liest, die seine Kanzlei verlässt. Im Regelfall passiert das nicht – und unterschreiben muss er sie auch nicht. Schau mal, was unten auf Deiner BWA steht: Sie spiegelt den derzeitigen Stand der Buchhaltung wider, Abschluss- und Abgrenzungsbuchungen können das Ergebnis noch verändern. Mit anderen Worten: Kann sein, dass stimmt, was Du hier siehst.

Ist Information nun eine Bringschuld oder eine Holschuld? Meine Antwort: eine Holschuld. Wessen Unternehmen ist das – Deins oder das Deines Steuerberaters? Du willst etwas über Dein Unternehmen wissen, also frag Deinen Dienstleister. Und bedenke, was die BWA leisten kann: Wenn im Oktober die Auswertung für August kommt, bist Du sechs bis acht Wochen hinterher. Das ist Management per Rückspiegel.

Natürlich ist es hervorragend, wenn Dein Steuerberater mitdenkt und Hinweise gibt. Aber verlass Dich nicht darauf. Denn am Ende zählt nur eine Frage: Wessen Haus brennt, wenn es schiefgeht?

Wenn es schiefgeht, hängt nicht Dein Steuerberater in der Schlinge – sondern Du.

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