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Rechtsanwalt ist kein Geschäftsmodell

24. Juni 2026 · Olaf Rosenbaum · 2 Min. Lesezeit

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Geschäftsmodell und Strategie? Das verschwimmt bei vielen. Dabei entscheidet genau diese Unterscheidung darüber, wo Du ansetzt, wenn das Geld nicht reicht.

Ein Beispiel: Rechtsanwalt ist kein Geschäftsmodell. Rechtsanwalt ist eine Berufsbezeichnung. Und nebenbei: Sie ist auch kein Garant dafür, viel Geld zu verdienen – es gibt Rechtsanwälte, die wirtschaftlich in Not sind.

Das Geschäftsmodell beantwortet die Frage, was Du tust und wie Du die Dinge tust. Als Rechtsanwalt könnte es lauten: Ich konzentriere mich auf Familienrecht und, weil es dazu passt, auf Vertragsrecht – und ich baue eine Kanzlei, die genau auf diese beiden Rechtsfelder spezialisiert ist. Kein Verkehrsrecht, nichts anderes.

Die Strategie kommt danach: Wie setze ich dieses Geschäftsmodell in die Praxis um? Wie gewinne ich meine Mandanten? Welche Mitarbeiter brauche ich?

Warum ist das wichtig? Weil mangelnde Rentabilität immer das Ergebnis falscher oder falsch umgesetzter Strategie ist – und die schönste Strategie nicht funktioniert, wenn das Geschäftsmodell nicht funktioniert. Steckt unser Rechtsanwalt in der Liquiditätskrise, muss er deshalb genau diese Fragen stellen: Stimmt meine Strategie? Und bin ich überhaupt richtig aufgestellt – bin ich als Familienrechtler vielleicht ein knochiger Typ, dem es an Empathie mangelt, und wäre woanders besser aufgehoben?

Das funktioniert bei jedem Unternehmen, egal in welcher Größe – ob Amazon, Handwerker, Freiberufler oder Online-Shop: Du brauchst ein funktionierendes Geschäftsmodell und eine saubere Strategie, die es umsetzt. Erst dann lohnt sich der Blick auf alles andere.

Dein Beruf steht auf der Visitenkarte. Ob Du davon leben kannst, entscheidet Dein Geschäftsmodell.

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