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Ändere Dein Produkt auf dem Gipfel, nicht im Tal

30. Oktober 2025 · Olaf Rosenbaum · 2 Min. Lesezeit

Jedes Produkt hat einen Lebenszyklus – ein Produkt darf auch mal ein Ende haben. Manche scheitern, bei anderen ist einfach die Zeit vorbei. Der DVD-Player war kein schlechtes Produkt; die Filme kommen heute nur anders ins Wohnzimmer.

Der entscheidende Punkt ist der Zeitpunkt, an dem Du über Veränderung nachdenkst. Nicht, wenn das Produkt tot ist. Sondern auf der Spitze – dann, wenn es am besten läuft. Denn wenn es jetzt am besten läuft, gibt es danach nur noch eine Richtung: abwärts. Genau dann musst Du anfangen zu überlegen, was Du tun wirst, wenn dieses Produkt ausläuft.

Warum fällt das Unternehmern so schwer? Drei Gründe:

  1. Das Eingeständnis. Ich müsste mir und anderen sagen: Das, was ich habe, funktioniert so nicht mehr. Das macht niemand gern.
  2. Die Veränderung selbst. Menschen und Veränderung sind ohnehin ein schwieriges Paar.
  3. Die Ungewissheit. Jetzt weiß ich wenigstens, dass es nicht läuft. Ob das Neue besser läuft, weiß ich nicht.

Dagegen hilft die alte Indianerweisheit: Wenn das Pferd tot ist, steig ab. Und der Blick auf die, die es vorgemacht haben: Der Reisekonzern TUI war früher die Preussag und hat sein Geld mit Stahl verdient. McDonald's ist nach der katholischen Kirche der zweitgrößte Grundstücksbesitzer der Welt – das eigentliche Geschäft sind Grundstücke und ein Franchise-System, nicht Burger.

Genau da zeigt sich unternehmerische Qualität: ehrlich zu Dir selbst sein, feststellen, dass es so nicht mehr funktioniert – und es anders machen. Du bist Unternehmer. Also unternimm etwas.

Wenn Dein Produkt am besten läuft, gibt es nur noch eine Richtung: abwärts. Genau das ist der Moment, das nächste zu bauen.

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