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Dein Jahresrückblick beginnt im Auto
Kurz gesagt: Deinen Jahresrückblick startest Du mit vier Fragen und einer Sprachnotiz im Auto; eine KI sortiert sie und formuliert OKR-Ziele, die Du anschließend selbst nachschärfst und priorisierst.
Für den Jahresrückblick brauchst Du kein Hotel, kein Seminar und keine Masterclass von irgendeinem Selbstdarsteller. Du brauchst Dein Auto, Dein Handy und vier Fragen.
Du sitzt ohnehin ständig im Auto und redest mit Dir selbst. Nutze das. Stell Dir diese Fragen:
- Was hat mich im letzten Jahr total genervt?
- Was fand ich toll?
- Wovon will ich mehr?
- Wovon will ich gar nichts mehr?
Dann startest Du die Sprachaufzeichnung Deines Handys und redest, wie Dir der Schnabel gewachsen ist – alles, was Dir in den Sinn kommt, ungefiltert. Keine Struktur, keine Reihenfolge, einfach raus damit.
Zu Hause lädst Du die Aufnahme in eine KI Deiner Wahl und gibst ihr zwei Aufgaben. Erstens: Sortiere und formuliere das aus. Das klappt hervorragend – Deine Gedanken kommen geordnet zurück. Zweitens: „Du bist Spezialist für Objectives und Key Results – formuliere mir daraus die Ziele für das kommende Jahr." Das Ergebnis ist zu etwa neunzig Prozent brauchbar; den letzten Dreh, der wirklich zu Dir und Deinem Unternehmen passt, musst Du selbst nachschärfen. Aber das meiste steht dann schon.
Danach priorisierst Du, zum Beispiel mit der Eisenhower-Matrix: Was ist wichtig, was ist dringend? Hat mich das nur genervt, oder muss ich etwas ändern? Kann ich es überhaupt beeinflussen?
Und dann kommt der Teil, den Dir keine KI abnimmt. Erfolg hat drei Buchstaben: T-U-N.
Der beste Jahresplan entsteht nicht am leeren Blatt – er entsteht dort, wo Du ehrlich mit Dir redest. Du musst es nur aufnehmen.
Rosenbaum