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Fünf Minuten am Tag – über zwei Wochen im Jahr
Kurz gesagt: Ohne Organigramm verliert ein Betrieb mit fünf Mitarbeitern bei nur fünf Minuten Sucherei pro Kopf und Tag 92,5 Stunden im Jahr, also über zwei volle Arbeitswochen eines bezahlten Menschen.
Was kostet es eigentlich, dass in Deinem Betrieb nirgendwo aufgeschrieben ist, wer was macht, wer was entscheidet und wer an wen berichtet? Rechnen wir es grob durch.
Angenommen, jeder Deiner fünf Mitarbeiter verschwendet dadurch fünf Minuten am Tag – weil er zu Dir laufen und fragen muss, was eigentlich geregelt sein müsste. Weil er auf eine Antwort wartet. Weil er sucht, wer zuständig ist. Fünf Minuten sind bewusst niedrig angesetzt; die Erfahrung zeigt, es ist deutlich mehr.
Die Rechnung: fünf Mitarbeiter mal fünf Minuten mal 222 Arbeitstage – Urlaub und Krankheit sind da schon abgezogen. Das ergibt 92,5 Stunden im Jahr. Das sind über zwei volle Arbeitswochen bei einer Vierzigstundenwoche. Zwei Wochen, in denen ein voll bezahlter Mensch nichts anderes tut, als herumzufragen, was ein Organigramm in einer Minute beantwortet hätte. Lass Dir das auf der Zunge zergehen – für läppische fünf Minuten am Tag.
Dabei ist noch keine Doppelarbeit eingerechnet: zwei Mitarbeiter, die dieselbe Aufgabe erledigen, weil keiner wusste, dass der andere dran ist. Keine Fehler, die entstehen, weil Zuständigkeiten im Nebel liegen. Die wahre Zahl liegt garantiert höher.
Kannst Du das verhindern? Ja – nicht mit mehr Einsatz, nicht mit Appellen, sondern indem Du ein System schaffst: aufgeschriebene Klarheit, wer was macht, wer was entscheidet, wer an wen berichtet. System schlägt Intensität. Immer.
Fünf Minuten am Tag klingen nach nichts – am Jahresende fehlen Dir über zwei Wochen Arbeit eines Menschen, den Du voll bezahlst.
Rosenbaum