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Der erste Arbeitstag ist ein Date, kein Arbeitstag
Der erste Arbeitstag ist wie ein erstes Date: Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Klingt nach Glückskeks – aber die Zahlen dahinter sind ernst. Laut einer Umfrage der Page Group kündigen 35 Prozent der Menschen am ersten Arbeitstag oder denken zumindest über die Kündigung nach. Der Mitarbeiter ist noch gar nicht angekommen und überlegt schon, ob er wieder verschwinden soll.
Deshalb darf der erste Tag kein reiner Arbeitstag sein. Er ist der Willkommenstag – und drei Dinge gehören hinein:
Erstens: Die Begrüßung übernimmst Du selbst. Nicht die Vertretung, nicht das Sekretariat, nicht sonst irgendwer. Fünfzehn Minuten Deiner Zeit, dann einmal durch den Betrieb, das Team vorstellen. Die Botschaft dahinter: Du bist mir wichtig.
Zweitens: Ein schriftlicher Einarbeitungsplan. Wirklich auf Papier, in die Hand. Was passiert heute, diese Woche, im ersten Monat? Welche Termine, welche Gespräche? Der neue Mitarbeiter ist gestresst – alles ist neu, alles ist anders. Orientierung nimmt den Stress raus.
Drittens: Ein Pate. Ein erfahrener Kollege als Erstansprechpartner für alles, was in keinem Handbuch steht. Wo ist die Kaffeemaschine? Wie funktioniert der Drucker? Und warum klebt ein gelber Zettel auf dem Fleischsalat im Kühlschrank? Ach, der gehört Martin, da gehen wir nicht bei. Jeder Betrieb hat so einen Martin. Der Pate nimmt Dir die Last von den Schultern – und von Mitarbeiter zu Mitarbeiter wird ohnehin anders gesprochen als vom Chef zum Mitarbeiter.
Am ersten Tag entscheidet sich nicht, was Dein neuer Mitarbeiter kann. Es entscheidet sich, ob er bleibt.
Rosenbaum