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Das Engpass-Audit: In 90 Minuten zum ersten Prozess
Der Engpass in Deinem Unternehmen bist Du. Nicht Deine Mitarbeiter, nicht der Markt, nicht die Wirtschaftslage, nicht die Bundesregierung – Du. Warum? Weil Du es so gebaut hast. Die gute Nachricht: Dann kannst Du es auch umbauen. Dafür gibt es das Engpass-Audit. Nimm Dir neunzig Minuten, Tür zu, Handy aus – die Dinger haben einen Ausknopf.
- Dreißig Minuten: Schreib alle Aufgaben auf, die wirklich nur Du durchführen kannst. Sei dabei brutal ehrlich. Du wirst merken: Es ist vermutlich viel weniger, als Du denkst.
- Dreißig Minuten: Wähl die eine Aufgabe aus, die Du am häufigsten machst und die einfach delegierbar wäre, wenn es eine Anleitung gäbe. Dann schreibst Du diese Anleitung. Sie muss nicht schön sein, nicht perfekt – derjenige, der sie liest, muss sie nur verstehen. Kleiner Tipp: Sprich alles als Sprachnachricht ins Handy, völlig unstrukturiert, und lass eine KI Struktur hineinbringen.
- Dreißig Minuten: Gib die Anleitung an einen Mitarbeiter weiter und lass ihn die Aufgabe einmal machen. Du kontrollierst nichts, Du beobachtest nur. Ihr werdet gemeinsam feststellen, dass die Anleitung an der einen oder anderen Stelle hakt. Du glaubst, Du hättest Dich deutlich ausgedrückt? Darauf kommt es nicht an – der, der liest, muss es verstehen. Dann macht ihr die Anleitung zusammen besser.
Damit hast Du einen Prozess gebaut und Dich entlastet – hat nicht wehgetan. Für die Hardcore-Unternehmer: Geh zurück zu Schritt eins und streich von Deiner Liste noch einmal fünfzig Prozent. Denn die Hälfte dieser Aufgaben musst Du gar nicht machen – Du willst sie machen.
Machst Du das Audit jede Woche, hast Du in zwölf Wochen zwölf Prozesse. Und plötzlich hängt in Deinem Unternehmen nicht mehr alles an Dir – ganz von allein.
Es muss nicht perfekt sein. Es muss gemacht sein.
Rosenbaum