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Alle ziehen an Dir – such Dir einen Kreis, der nichts von Dir will

10. September 2026 · Olaf Rosenbaum · 2 Min. Lesezeit

Stell Dir das mal bildlich vor: Du stehst in der Mitte, und alle Menschen um Dich herum haben einen Tampen um Dich gebunden – und jeder zieht in eine andere Richtung. Deine Mutter will, dass es Dir gut geht. Dein Ehepartner will, dass Du um siebzehn Uhr zu Hause bist und etwas mit den Kindern machst. Dein Steuerberater will die Unterlagen für die Steuererklärung, Dein Banker will etwas von Dir, das Finanzamt sowieso. Jeder Stakeholder hat seinen eigenen Film mit Dir im Kopf.

Genau deshalb ist es für Dich als Unternehmer so erholsam, Dich in einen Kreis zu begeben, in dem niemand etwas von Dir will – außer Austausch und frischen Ideen. Bau Dir solche Unternehmerkreise auf. Und wenn Du die Wahl hast: gern Netzwerke aus Menschen, die es schon geschafft haben oder eine Wirtschaftsstufe über Dir stehen, damit Du von ihnen lernen kannst. Alle großen Unternehmer waren nie allein – Warren Buffett hatte einen Mentor, Richard Branson, Steve Jobs: Alles, was Weltliga ist, hatte immer jemanden, der mitgezogen hat.

Ein Netzwerk ist allerdings kein Selbstläufer. Auf jeder Unternehmerveranstaltung gibt es die Tische, an denen zwei Stunden lang besprochen wird, wie schlimm, hoffnungslos und furchtbar alles ist. Das zieht Dich runter – und runterziehen kannst Du Dich allein viel besser, da weißt Du genau, wie es geht. Der einfache Trick von Podcast-Produzentin Birgit Eschbach: aufstehen, „ich hole mir noch mal was vom Buffet" – und sich an einen anderen Tisch setzen. Achte aktiv darauf, was Du mitnimmst.

Du hast genug Menschen, die an Dir ziehen. Was Dir fehlt, ist ein Kreis, der nichts von Dir will.

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